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Mit Herbert Kaufmann präsentiert die ARTCO Galerie in ihrer Ausstellung einen wichtigen Vertreter der abstrakten Kunst West-deutschlands nach 1945.
1924 in Aachen geboren, begann Herbert Kaufmann sofort nach Kriegsende ein Studium mit dem Schwerpunkt Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie und entwickelte nach seinem Abschluss rege künstlerische Aktivitäten. Seine ersten abstrakten Arbeiten entstanden um 1950. Zu Ende des Jahrzehnts fertigte er seine ersten Collagen aus aufgerissener Wellpappe. Mit Beginn der 1960er Jahre beschäftigte Kaufmann sich konsequent mit der neuen Werbe- und Medienwelt in Zeitungen und Magazinen. Aus Schnipseln, Papierfetzen und Schriftfragmenten schuf Herbert Kaufmann Papiercollagen. In seinen berühmten Litfasssäulen verband er das Prinzip Collage mit dem der Objektkunst. Diese Entwicklung ließ ihn zu einem der wenigen Repräsentanten deutscher Pop-Art werden. In einer kurzen Phase widmete er sich wieder der Malerei, wobei jedoch seine Aquatec-Bilder wiederum stark an Collagen erinnern. Packpapier, Wellpappe und andere neutrale Werkstoffe sind die Materialien seines Spätwerkes. Es entstanden plastisch, reliefartig geformte Arbeiten, die er "Geschlossene Bilder" nannte. In den Jahren von 1967 - 1990 lehrte Herbert Kaufmann als Professor and der Berliner Hochschule der Künste.
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